Deutscher Pflegedienst

24-Stunden-Betreuung über einen deutschen Betreuungsdienst

Die rechtlichen Grundlagen:

Ein deutscher 24–Stunden-Pflegedienst (Betreuung rund um die Uhr) ist ein Unternehmen mit Sitz in Deutschland und arbeitet mit hiesigen und fest angestellten Betreuungskräften zusammen. Die Muttersprache der Betreuungskräfte ist in der Regel Deutsch.

Welche Aufgaben werden übernommen?

Die Betreuungskräfte wohnen im Haushalt der zu versorgenden Person und übernehmen dort die hauswirtschaftliche Versorgung und – falls notwendig -  auch die Grundpflege. Die Behandlungspflege (zum Beispiel Spritzen setzen, Verbände wechseln)  wird nur von wenigen 24h - Anbietern mit übernommen. Ist dies nicht der Fall, dann delegieren diese Pflegedienste den Bereich der Behandlungspflege an einen regionalen Pflegedienst. Aus Kostensicht ist dies für Sie in der Regel kostenneutral, da ärztlich verordnete Leistungen meistens von der Krankenkasse übernommen werden. Im Gegensatz dazu ist bei Pflegeleistungen die Pflegekasse der Kostenträger.

Anbieter einer 24h-Betreuung sollten durch verschiedene Maßnahmen auch die Umsetzung der besprochenen und vereinbarten Leistungen überwachen, zum Beispiel durch Pflegevisiten: Eine examinierte und erfahrene Fachkraft besucht regelmäßig Ihren Angehörigen und macht sich vor Ort (!!) ein detailliertes Bild über die Qualität der Versorgung und Pflege. Dies macht Sinn - besonders dann, wenn Sie als Angehörige nicht "um die Ecke" wohnen oder aus beruflichen oder privaten Gründen sehr stark zeitlich engagiert sind.

Wie lange dauert ein Einsatz?

Die Betreuungskräfte oder Pflegekräfte werden bundesweit und oft im 14tägigen Wechsel bei den Klienten eingesetzt. Mit anderen Worten: 2 Betreuungs- oder Pflegekräfte wechseln sich bei der Versorgung im 2-Wochen Rhythmus ab. Über die deutsche Firma wird alles koordiniert: also auch die Wechsel, eine eventuelle Vertretung bei Krankheit und die Organisation der An- und Abreise - Sie als Kunde müssen sich um „nichts“ kümmern.

Was kostet das?

Diese Lösung hat ihren Preis: Mit dem Tagessatz werden immerhin 2 Monatsgehälter finanziert. Dazu kommen (deutsche) Lohnnebenkosten, Steuern, Abgaben, Reisekosten sowie die Kosten für Verwaltung, Leitungskräfte, Pflegevisiten und die 24h-Rufbereitschaft. Zudem muss immer eine gewisse Personalreserve für kurzfristige Krankheitsausfälle vorgehalten werden. Pro Monat bleibt - je nach Fall und Pflegestufe - ein Eigenanteil von ca. 5700.- Euro bis weit über 10.000.- Euro.    

Was zahlt die Pflegekasse?

Ist der Pflegedienst bei den Krankenkassen zugelassen, dann gibt es Pflegesachleistungen, die ein zugelassener, deutscher Pflegedienst in der Regel direkt mit den Kassen abrechnen kann.

Unsere Einschätzung:

Wer also eine solide Lösung sucht und sich diese leisten kann, der ist bei einem hiesigen Pflegedienst gut aufgehoben. Dies gilt besonders auch für Angehörige, die nicht unbedingt in räumlicher Nähe zu dem zu versorgenden Angehörigen wohnen. Der Pflegedienst sichert in der Regel eine permanente Versorgung (= dauernde Anwesenheit) zu. Ferner gibt es bei den meisten Anbietern ein 24-Stunden-Notruftelefon. Erkrankt zum Beispiel die Betreuungs- oder Pflegekraft kurzfristig, dann ist es Sache des Pflegedienstes, hier die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und einen Ersatz zu stellen.

Verhinderungspflege:

Falls Sie selbst Ihren Angehörigen versorgen und verreisen müssen oder möchten: Ein deutscher Pflegedienst ist auch für einige Tage oder wenige Wochen buchbar. Sie können dann eventuelle Ansprüche auf Verhinderungspflege als Zuschuss zu den Kosten Ihrer "Vertretung" verwenden.